Allgemein
Hauptmerkmale
- Kann das Fortschreiten einer RP nachweislich verzögern und so das Sehvermögen länger erhalten
- Schwache elektrische Impulse sind kaum wahrnehmbar und verursachen in der Regel keine Schmerzen
- Bestehend aus OkuStim Gerät, OkuSpex Brille und OkuEl Clip-On Elektrode (Einwegprodukt)
- Klinisch belegte Wirkung der TcES-Therapie und Literaturübersicht im Whitepaper von Okuvision GmbH
Transkorneale Elektrostimulation (TcES)
Die OkuStim-Therapie der Okuvision GmbH kann das Fortschreiten einer Retinitis pigmentosa nachweislich verzögern und so das Sehvermögen länger erhalten. Das OkuStim System leitet dabei schwache elektrische Impulse an die Netzhaut. Dies kann Signalwege und die Freisetzung von Substanzen aktivieren, die eine schützende Wirkung auf die Netzhautzellen haben. Dieser neuroprotektive Effekt kann physiologische Funktionen der Netzhaut länger erhalten und ihre schleichende Degeneration verlangsamen. Die Elektrostimulationstherapie mit dem OkuStim System bei RP ist kaum wahrnehmbar und verursacht in der Regel keine Schmerzen.
Indikationen
- Retinitis pigmentosa (auch syndromal, z.B. Usher-Syndrom)
- Ähnliche Netzhauterkrankungen (z.B. Zapfen-Stäbchen-Dystrophie oder Choroideremie)
Zwei TcES-Kompetenzzentren in der Schweiz
- Hôpital ophtalmique Jules-Gonin | 021 626 80 88 | oculogenetique@fa2.ch
- Universitätsspital Basel | 061 265 87 87 | augenklinik@usb.ch
Sicherheit und Wirksamkeit in verschiedenen klinischen Studien belegt
Die Anwendung und Wirkung der TcES-Therapie ist in verschiedenen klinischen Studien belegt worden. Im Whitepaper der Okuvision GmbH finden Sie detailliertere Informationen zur Anwendung und Wirkung der der transkornealen elektrischen Stimulation des Auges sowie eine Literaturübersicht.

Das OkuStim System besteht aus drei wesentlichen Komponenten:
OkuStim Gerät
Durch das OkuStim Gerät werden die Augen mit einem schwachen Strom stimuliert. Dies geschieht über die OkuEl Elektroden, die mit Hilfe der OkuSpex Brille an den Augen gehalten werden.
Die USB-Speicherkarte für das OkuStim Gerät wird vom Arzt genau auf die individuellen Werte des Patienten eingestellt. Das OkuStim Gerät verfügt über ein Display und eine Tonausgabe, die alle wesentlichen Hinweise über den Betriebszustand des Gerätes abgeben, so dass auch Patienten in einem weit fortgeschrittenen Krankheitsstadium problemlos damit umgehen können.
Die USB-Speicherkarte für das OkuStim Gerät wird vom Arzt genau auf die individuellen Werte des Patienten eingestellt. Das OkuStim Gerät verfügt über ein Display und eine Tonausgabe, die alle wesentlichen Hinweise über den Betriebszustand des Gerätes abgeben, so dass auch Patienten in einem weit fortgeschrittenen Krankheitsstadium problemlos damit umgehen können.

OkuSpex Brille
Die brillenartige OkuSpex dient als Halterung für die OkuEl Elektroden. Sie kann leicht an die individuelle Gesichtsform angepasst werden und wird über ein Kabel mit dem OkuStim Handgerät verbunden.

OkuEl Clip-On Elektrode
Die OkuEl Elektrode ist ein Einmalprodukt. Sie besteht aus zwei feinen Fäden, die unterhalb der Pupille auf die Augenoberfläche gelegt werden und vom Patienten kaum zu spüren sind. Die OkuEl Clip-On Elektroden können auch von Sehbehinderten mit etwas Übung in die Halterungen der OkuSpex Brille eingesetzt werden.

Retinitis pigmentosa
Als Retinitis pigmentosa (RP) werden verschiedene Erbkrankheiten der Netzhaut zusammengefasst, bei denen die lichtempfindlichen Netzhautzellen (Photorezeptoren) ihre Funktion verlieren. Sie können Lichtsignale nicht mehr in Nervensignale umwandeln und verkümmern allmählich. RP kann deshalb zu einer schweren Sehbehinderung oder Erblindung führen. Die ersten Auffälligkeiten treten meist bereits im Jugend- oder jüngeren Erwachsenenalter auf. Sie äussern sich in Blendempfindlichkeit, Nachtblindheit, der zunehmenden Verengung des Gesichtsfeldes («Röhrenblick» oder «Tunnelblick»), vermindertem Kontrastsehen und Farb-Wahrnehmungsstörungen, manchmal auch Augenzittern (Nystagmus).
Quelle: retina.ch
Quelle: retina.ch
Retinitis pigmentosa. Eine Illustration der Pigmentablagerungen in der Netzhaut

Quelle: Adobe Stock